Lektion 8: Regel für "keine Vorzeichen"

Keine Vorzeichen. Das ist meist der einfachste Fall für den Instrumentalisten. Für uns stellt er tatsächlich eine kleine Hürde dar. Es gibt 11 Tonarten mit Vorzeichen und nur eine ohne. Und wegen dieser einen müssen wir gleich zwei neue Regeln lernen. Die anderen 11 können wir mit der "ti" und "fa"-Regel aus Lektion 6 & 7 lösen.

Für alle unter Ihnen, welche die Notenschrift können, reicht auch nur eine einzige Regel, die Axel Christian Schullz in seiner do,re, mi-Fibel nennt: "Steht nix da, ist a das la". Fertig. 

Allen anderen, die des Noten-ABC nicht mächtig sind, helfen zwei Eselsbrücken. Eine für Violin-, eine für den Bassschlüssel.

Violinschlüssel

Der Violinschlüssel "markiert" die zweite Linie. Eine "Schnecke" umkreist sie, zusätzlich bildet die senkrechte Linie ein "Fadenkreuz" in deren Mitte.

Die Eselsbrücke lautet: Schnecke = "so"

Bassschlüssel

Der Bassschlüssel "markiert" die vierte Linie mit einem Knubbel und zwei Punkten.

Die Eselsbrücke lautet: Vierte Linie = "fa". Orthographisch nicht überzeugend, aber phonetisch ...
Zweite Möglichkeit: Der Bassschlüssel heißt auch "f-Schlüssel", weil er den Ton f markiert. "fa".

Aufgaben

Keine Aufgaben diesmal. Anders als bei Kreuzen und Bes gibt es ohne Vorzeichen nur eine mögliche Position für das "so" im Violin- und das "fa" im Bassschlüssel.

Gleich weiter zum Abschlusstest ...

Hintergrund

Zu Zeiten von Guido von Arezzo war bereits bekannt, dass es Halbtonschritte gibt. Er markierte die Lage des Halbtonschrittes mit einer roten Notenlinie. Dieses Verfahren wurde bald durch die Notenschlüssel ersetzt, die letztlich auch immer eine bestimmte Linie markieren. Ein Schlüssel am Anfang ist leichter zu malen/drucken als verschiedene Notenpapiere bereitzuhalten bzw. zu drucken, bei denen jeweils eine andere Linie rot gefärbt ist.

Für Instrumentalisten bedeuten die Schlüssel folgendes: 

  • Der Violinschlüssel, auch G-Schlüssel genannt, markiert das g auf der zweiten Linie.
  • Der Bassschlüssel, F-Schlüssel, markiert das f auf der vierten Linie.

Beide Schlüssel entstanden tatsächlich aus den Buchstaben G und F, die im Laufe der Jahrhunderte immer mehr abgewandelt und verschnörkelt wurden. Wikipedia zeigt wie.