Tonkreise

Ein Tonkreis ist eine beliebige Zusammenstellung mehrerer Tonsilben zur Übung der Tonsilben und Handgesten. Der Begriff Tonkreis ist daher sehr spezifisch für die Relative Solmisation.
In einem Tonkreis bewegt man sich so lange, bis man sich sicher fühlt. Dann wird entweder der Tonkreis erweitert ... aus so-mi wird la-so-mi oder man wechselt zu einem ganz anderen Tonkreis.

Sieben Tonsilben und sieben Handgesten, dazu noch Singen, Hören und Vorstellen. Das ist viel auf einmal. Daher erarbeitet man sich die Solmisation gerne Schritt für Schritt, Tonsilbe für Tonsilbe, Lektion für Lektion. Im basiskurs fangen wir mit zwei Tonsilben an.

Die Charakteristik jeder Tonstufe ergibt sich aber aus der Tonalität. Und diese kann man erst wahrnehmen, wenn alle Tonstufen vorgestellt wurden.

Dass so und mi Terz und Quinte in Dur sind, können Sie erst erfahren und empfinden, wenn Sie den Bezug zum do und anderen Stufen herstellen (können).
Wenn Sie also zwei Monate nur Lieder in den Tonkreisen so-mi und la-so-mi üben, entgeht ihnen wesentliches.
Deshalb ist es sinnvoll, sich alle Tonsilben recht flott anzueignen, damit die Solmisation gleich ihre Wirkung entfalten kann.

Ich habe kein Problem damit, wenn Sie an einem Tag in vier verschiedenen Tonkreisen arbeiten.

Tipp: Starten Sie einfach parallel zu den Tonkreisen den Kurs "Stufen erkennen". Lassen Sie dort erstmal die Handzeichen weg. So lernen Sie schnell die sieben Tonsilben und ihren Bezug zum do.

Mit der Zeit, wenn Sie die Solmisation anwenden, sei es als Lehrer in Schulen, Sänger in Chören, werden mit jeder Benutzung die Tonsilben gefestigt.

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