Woche 2 - Tag 1

Erster Blues in F

  • Wir können drei Töne auf dem Griffbrett finden: C, F und Bb.
  • Wir können (leidlich;-) zu einem Dominantseptakkord mit akkordeigenen Tönen spielen

also können wir uns an einem ersten Blues versuchen.

Zum YouTube-Video "2.01 Blues in F"

Das ist die sog. “Urform” des Bluesschema. Prominentes Beispiel: “Johnny B. Good” von Chuck Berry.

Es wird frühestens nach zwei Takten gewechselt.

Die drei Zeilen werden nach ihren ersten Akkordfunktionen benannt:
    1. Tonikazeile
    2. Subdominantzeile
    3. Dominantzeile

Form: 
Die Form ist etwas knifflig. Am Anfang 4 Takte F7, es passiert also lange nichts. Gerade in langsamen Tempi, wie in unserem Playback.
Die Form endet mit 2 Takten F7, dann folgt die erste Zeile, also kommt F7 sechs Takte hintereinander.

Kein Wunder also, dass “Johnny B. Good” eher in einem schnellen Tempo gespielt wird, da kann man der Form viel leichter folgen.

Es gibt auch andere Formen, die nur mit Dom7 Akkorden gespielt werden.
Wir fangen aber erstmal “harmlos” an.

Was tun?

Analog zu unseren Akkordwechselplaybacks könnt Ihr ...

  • der Form nur mit Grundtönen folgen
  • der Form mit der Grundfigur des Dom7-Akkordes folgen
  • frei mit akkordeigenen Tönen improvisieren

Wie das aussehen kann, dazu gibt es bestimmt demnächst ein Video

Here we are ...

Drei Akkorde haben wir, das ist die Mindestanzahl für den Blues und Ihr ahnt jetzt vielleicht, wie es bis zum Kursende weitergeht.
Im Quinmtenzirkel rechts seht Ihr den Kursverlauf.

Als nächstes kommt natürlich der Ton Eb.
Damit haben wir den Akkord Eb7 und können einen Blues spielen in ... Bb.

Dann kommt der Ton As ... Blues in Eb ...

... und sofort. Mit jedem neuen Ton kommt eine neue Tonart für den Blues hinzu.
Als letztes kommt der Ton G und der Kreis ist geschlossen.
Erst mit dem letzten Ton können wir den Blues in D, G und C spielen. Drei Tonarten auf einen Schlag.

Die drei X markieren die Töne, die wir bereits kennen.

  • Das mittlere ist die Tonika und bestimmt, in welcher Tonart unser Blues ist, hier F.
    Mit F7 beginnt also die erste Zeile des Bluesschemas.
  • Gegen den Uhrzeigersinn steht die "Subdominante". Mit Bb7 beginnt die zweite Zeile des Bluesschemas.
  • Im Uhrzeigersinn steht die "Dominante". Mit C7 beginnt die 3. Zeile des Bluesschemas.

Wenn wir im Quintenzirkel weitergehen, wird jeder Ton also Grundton sein für drei Akkorde: Tonika, Subdominante und Dominante. Deshalb können wir erst, wenn der Kreis mit G geschlosssen sein wird, Blues in den Tonarten D, G und C spielen. Wir kriegen zwar nur einen Ton dazu, aber drei Tonarten für den Blues.
Ausgleichende Gerechtigkeit; zu Kursbeginn mussten wir warten, bis wir drei Töne zusammen hatten.

Niemand braucht Blues in zwölf Tonarten!

Das sagt der Gitarrist, das sagt der Jazzer, ich sage das auch, jeder wird das sagen.

Denkt aber daran, dass es hier nicht um Blues geht, sondern den Dominantseptakkord.
Und den braucht man in allen Tonarten.

Das sagt der Gitarrist, das sagt der Jazzer, ich sage das auch, jeder wird das sagen.

Also spielen wir Blues in zwölf Tonarten.
Wir werden weitere Schemata kennenlernen. Nur mit Dom7 Akkorden.
Maximal 1taktige Wechsel. Ist gelogen, wahrscheinlich bringe ich auch welche mit halbtaktigen.
Lernt also die Dom7-Grundfigur und die Arpeggien ...