Woche 2 - Tag 5

Permutationen 5

An Tag 2 hatten wir die Permutationen beginnend mit 1, heute beginnen wir mit 5.

Die Versuchung ist groß, bei jedem neuen Akkord mit 1 zu beginnen, weil die Orientierung einfach so funktioniert.

  1. Ich soll Bb7 spielen,
  2. also denke ich an Bb,
  3. suche das Bb,
  4. gehe mit der Hand zum nächsten Bb,
  5. spiele das Bb.

Wenn ich das immer mache, sollte ich zum Bass wechseln;-)

Für uns beim Improvisieren wäre es besonders wichtig, alles so zu machen, wie ich es gerade aufgezählt habe, außer dem letzten Punkt.
Das kriegen wir hin:

  1. Ich soll Bb7 spielen,
  2. also denke ich an Bb,
  3. suche das Bb,
  4. gehe mit der Hand zum nächsten Bb,
  5. spiele nicht das Bb, sondern die 5 (oder 3 oder 7 ... kommt demnächst). 
    Das erfordert zusätzliche brain-activity und gute Kenntnis der Grundfigur;-)

Merkt Ihr was?
Hiert trifft das absolute Griffbrett auf das relative. Man kann es auch so sehen: Wir "entkoppeln" das absolute und relative Griffbrett.
An Grundton denken, aber Quinte spielen.
Anfang des Kurses hatte ich geschrieben, dass es auch darum geht, eine neue Art denken zu lernen. Das hier wäre ein schönes Beispiel dafür.
Wie die Permutationen entstehen, könnt Ihr an Tag 2 nachlesen.

Hier die Permutationen:

... beginnend mit 5

... beginnend mit 1

 
  • 5  1  3  7

  • 5  1  7  3

  • 5  3  1  7

  • 5  3  7  1

  • 5  7  1  3

  • 5  7  3  1

 
 
  • 1  3  5  7

  • 1  3  7  5

  • 1  5  3  7

  • 1  5  7  3

  • 1  7  3  5

  • 1  7  5  3

 
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Kleine Hilfen dazu:

  • 1 und 5 werden in unserer Grundfigur normalerweise gespielt von Ring- und Kleinfinger!
  • Unsere Arpeggien bestehen aus zwei Tönen pro Saite. 1 und 5 liegen immer "korpusseitig"

Für den Hinterkopf: 1 und 5 sind im Dom7-Akkord die eher "uninteressanten" Töne. Auf jeden Fall als "Liegeton". Die 1 wird fast immer vom Bass gespielt, die 5 ist nur ein Füllsel und eher interessant, wenn Sie als #5 oder b5 daherkommt. Also nicht im Dom7-Akkord.
Die interessanten Töne im Dom7-Akkord sind die 3 und 7. Diese liegen unter dem Zeigefinger und kommen morgen und übermorgen.
Der Dom7-Akkord ist ein spannungsreicher Akkord und dort möchte man auch gerne Spannung erzeugen. Die kommt durch 3 und 7 in den Dom7-Akkord.

Trotzdem gilt weiterhin: Permutationen sind eine wichtige Quelle für Ideen, aus diesem Grunde sollten wir sie alle üben.
Wir müssen sie aber nicht alle während der Improvisation spielen;-)
Auswählen kann ich aber nur, wenn ich alle kenne ...