Woche 4 - Tag 1

Alternative Arpeggien: C7-Typ

In dieser Woche lassen wir es etwas ruhiger angehen im Quintenzirkel, nur zwei neue Töne. Es wird neue Bluesformen geben. Der Standardblues ist nicht das Ende der Fahnenstange*.

Diese Woche lernen wir alternative Arpeggien für den Dom7-Akkord kennen. Heute das C7-Typ Arpeggio. Das sind keine großen Geheimnisse, sondern die Standardarpeggien, die viele von Euch sowieso schon kennen werden. Das Griffbild könnte also bekannt sein, aber die Lage der Stufen?
Bei all diesen Arpeggien wäre es also sinnvoll, die Lage der Stufen zu lernen. Wie? Spielen, laut sprechen, Permutations-Übung.

Die beiden Arpeggien, die wir uns bisher die letzen Wochen erarbeitet haben (mint und orange unten), das waren eher die besonderen, die weniger bekannt sind, denke ich.
Ihr müsst jetzt nicht mit diesen neuen Arpeggien arbeiten. Wenn Ihr mit unseren beiden Ferienkurs-Arpeggien voll ausgelastet seid, verschiebt das auf "nach dem Kurs". Manche von Euch werden Sie aber gut kennen und dann mag es hilfreich sein, mal was zu spielen, was man gut kennt;-)

"Unsere" Ferienkursarpeggien schließen nahtlos aneinander an und man erkennt, dass sie das gesamte Griffbrett erschließen. 1 3 5 7 auf jeder Saite lückenlos. Yes!
 

Der C7-Typ wird benannt nach dem C7-Griff, den jeder aus der ersten Lage kennt (Linie). Was nun?

Ich selbst lerne diese alternativen Arpeggien eher nur auf den Saiten 4 bis 1. Manche bieten interessante Alternativen zu dem long-scale-Arpeggio, das wir uns bisher mühsam erarbeitet haben. Beim C7-Typ liebe ich die Anordnung auf den Saiten 1 bis 3. Liegt super in der Hand. Wer von Euch sweept, wird das sicher kennen.

Sämtliche Übungen, Ideen zur Orientierung, die wir bisher gemacht hatten, funktionieren auch für diese Arpeggien, nur eines nicht: Die Fingersatz-Orientierung.

  • Zeigefinger hat immer 3 oder 7? Hier nicht.
  • Ringfinger immer 1? Nein.
  • Kleinfinger immer 5? Nö.

Das macht aber nichts, denn wir haben bereits gute Grundlagen gelegt. Vorausgesetzt Ihr habt immer brav die Stufennamen mitgesprochen, wenn es in einer Übung stand? Das könnte sich sonst jetzt etwas rächen. Stufen sprechen hilft auch bei diesen Arpeggien, die Orientierung zu verbessern.

Die wichtige Übung zur Orientierung lautet weiterhin. Permutationen mit Stufen-sprechen. Das kann man auch in diesen "klassischen" Arpeggien üben.

Und morgen kommt das nächste Arpeggio ...


* Ich hatte mal ein Buch, das bestand nur aus 12-Takt-Blues-Progressions. Ich könnte hier jeden Tag ein neues vorstellen und den Kurs dreimal so lang ...