Technische Probleme

Technische Probleme zwingen mich zu einer Pause. Anscheinend ist die Speicherkarte meines Handys kaputt. Vielleicht die Hitze.
Daher kann ich momentan keine Videos aufnehmen. Die letzten Tage muss ich nachliefern.

Update: Nee. Der Kurs ist mit dem 5. Tag zu Ende. Als nächstes (Herbstferien '18) werde ich den Kurs aufarbeiten und in das hier übliche Kurs/Lektionen-Format führen.
Auch muss ich überlegen, wo ich ihn überhaupt platziere, da er thematisch gar nicht auf diese Website gehört. Mal sehn.
 

Woche 6 - Tag 7

Schlussbemerkungen

Vermutlich konnte nicht jeder dem ganzen Kurs bis zum Ende folgen. Lasst Euch ruhig Zeit.

Ich hoffe, ich konnte Euch im Kurs einen Einblick in eine andere Art zu denken vermitteln. Grundlage dafür ist die genaue Kenntnis des absoluten Griffbretts.
Allen, die das erstmals kennengelernt haben, rate ich, in den nächsten Wochen am Ziel "den ganzen Quintenzirkel in Tempo 120bpm" zu arbeiten. Dann könnt Ihr sicher sein, dass Ihr Euch gut auskennt.

Wie geht es danach weiter?
Nach dem Dominantenseptakkord rate ich Euch, mit dem Mollseptakkord weiterzumachen. Da die Arpeggien nicht so einfach sind wie beim Dominantseptakkord (Woche 6 - Tag 5), dauert es vielleicht etwas länger. Aber die Vorarbeit mit den Dom7Arpeggien wird sich auch dabei bezahlt machen, Ihr werde sehen.
Vielleicht mache ich in den Herbst- oder Weihnachtsferien einen Kurs dazu.

Da jetzt mit absolutem, relativem Griffbrett und der "neuen Denke" einige Grundlagen gelegt sind könnt Ihr je nach Bedarf weitergehen.
Das Prinzip ist ja immer gleich:

  1. Griffbild erarbeiten (Stufen laut sagen). Egal ob Cm7, C6, Cdim, Cmaj7, Blues-Skale, Dorische Skale usw.
  2. Griffbild an die entsprechende Stelle schieben und spielen

Griffbilder, Skalen findet Ihr im Web Zuhauf, da muss ich mich gar nicht drum kümmern.

Das Fernziel

Es gibt aber noch ein Fernziel.
Wir hatten den Dominantseptakkord am Ende auf zwei Saiten gespielt. Es fehlt noch: ... auf einer Saite.
Hierzu gibt es aber praktisch kein Griffbild. Das Prinzip ist anders: Töne wissen.

Momentan spielen wir so:

  1. Wir sehen G7 im Leadsheet
  2. Wir gehen an eine G-Position einer beliebigen Saite
  3. Wir spielen das G7-Griffbild und wissen damit, wo 1, 3, 5 und 7 liegen.

Töne wissen bedeutet ...

  1. Wir sehen G7 im Leadsheet
  2. Wenn wir die Terz B spielen wollen, gehen wir an eine B-Position einer beliebigen Saite und spielen die Terz B.

Da wir jetzt das absolute und relative Griffbrett (bezogen auf Dom7) gelernt haben, können wir diese Wissen nutzen, um zu bestimmen, aus welchen Tönen eigentlich G7 besteht: G B D F. Es gibt nur zwölf Dom7Akkorde. Ob man die wohl alle lernen kann? Ja, man kann.
Zu Beginn des Ferienkurses wusste ich etwa sechs, die restlichen sechs habe ich jetzt gelernt. Die Übung "Dom7Akkord auf einer Saite" konnte ich Euch noch nicht zumuten, da man dazu ja alle Töne des Griffbretts beherrschen muss.

Griffbilder lernen, an Position verschieben ist eine super Hilfe, um bei unbekannten Akkordverbindungen nicht völlig hilflos dazustehen. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass es nochmal besser ist, wenn man sofort weiß, welche Töne im Akkord sind. Das haben mir die letzen Monate gezeigt.
Ich kann zum Blues in allen Tonarten improvisieren, aber in manchen Tonarten besser als in anderen. Der Grund: Bei manchen Tonarten weiß ich zusätzlich sehr genau, welche Töne in den Akkorden sind. Das hat mir gezeigt, wie wichtig auch dieses Wissen ist. Es ist einfach der nächste Level.
Natürlich gibt es viele Akkorde. Die sind aber nur Variationen eines anderen. Mit dem Dom7Akkord hat man eine gute Grundlage und kennt schon drei Töne des Mollseptakkordes, drei Töne des Major7-Akkordes. Hat man den ersten Schritt gemeistert, ist der nächste viel leichter. Wer Schlittschuhlaufen kann, hat es leicht, Inliner zu fahren.

Dom7Akkord, Quintenzirkel, auf einer Saite, könnte der Ferienkurs für die Herbstferien lauten.

Bleibt also am Ball, schafft bis dahin das absolute Griffbrett in 120bpm.