Allgemein & zeitlos

Manche Inhalte im Kursverlauf sind von übergeordnetem Interesse.

  • Die Handzeichen
  • Allgemeine Infos & Hintergründe zur Solmisation

Auf dieser Seite werden die entsprechenden Inhalte gesammelt.

Fragen? Mailen ...

Wenn Sie Fragen zum Kursinhalt haben. Schicken Sie mir einfach eine mail

Da ich jeden Tag zwischen zwei und sechs Videos hochlade (es gibt noch einen zweiten Kurs), habe ich die Kommentarfunktion deaktiviert.
Ich lade hoch, guck' einmal ob's klappt, und mache dann weiter. Selbst die Aufrufstatistik schaue ich erst nach den Ferien an.
Deshalb: Bei Fragen ... mailen. Ich schaue in den Ferien alle paar Tage mal in die mails.

Wie mit diesem Kurs arbeiten? Zeitmanagement

Ein Kurs geht über sechs Wochen. Das tut er deshalb, weil ich in den Ferien sechs Wochen Zeit habe, mich drum zu kümmern. Nehmen Sie an den täglichen Übungen teil, haben Sie je nach Vorkenntnissen auch gute Chancen, dem Kursverlauf bis zum Ende folgen zu können. Auf jeden Fall werden Sie Fortschritte feststellen. 
Sie werden wahrscheinlich nicht jeden Tag folgen können. Je nach Vorkenntnis und Zeit können Sie sich für jeden Tag auch mehr oder weniger Zeit lassen. Strecken Sie "meinen" Tag auf zwei oder drei, bevor Sie weitergehen.
Oder gehen Sie weiter, wenn Sie den Inhalt "draufhaben".
Die Reihenfolge sollten Sie einhalten, denn jeder "Tag" baut auf den anderen auf, ergibt sich aus dem vorherigen. Lassen Sie keinen Tag aus. Es gibt auch theoretische Inhalte.

Will sagen: Es macht nichts, wenn Sie die sechs Wochen auf drei Monate, sechs Monate dehnen oder auf vier Wochen zusammenstauchen. In zehn Jahren ist es in der Rückschau doch völlig irrelevant, ob Sie sechs Wochen oder sechs Monate gebraucht hatten, um das Kursziel zu erreichen. Wichtig ist nur, das Ziel zu erreichen. Insofern genau wie beim Marathon.

Der Zeitaufwand beträgt je nach Kurs und Thema 10 bis 20 Minuten. Wenn Sie dann selbst noch üben kann es gerade wenn es um die Gitarre geht auch länger gehen.

Handgesten

Finden Sie auch an anderen Stellen dieser Website, also auch hier.

Die Handgesten stammen nicht von Guido von Arezzo, er benutzte Fingerzeichen (Guidonische Hand) mit denen man fast drei Oktaven "erfassen" konnte. 
Die Handzeichen sind aus pädagogischen Gründen sinnvoll, weil sie einen "haptischen" Kanal zum Erlernen nutzen. 
Man "begreift" Melodien. Und sie haben einen kommunikativen Aspekt, wenn man zu zweit oder in der Gruppe solmisiert. 
Mein Tipp: Auch wenn Sie nur für sich alleine im stillen Kämmerlein solmisieren, lernen Sie die Handgesten.

 In der Folge do re mi fa so la ti do ergeben sie eine Dur-Tonleiter.
Alle meine Entchen: do re mi fa so so lalalala so ...

Die Handgesten bevorzugen (leider) die Dur-Moll-Tonalität, was nicht im Sinne Guido von Arezzos gewesen wäre. 
do, mi, so und la sind "stabile" Handzeichen, während ti und fa eine Richtung anzeigen und re labil ist.
Nur in Dur und Moll machen die Handzeichen wirklich Sinn. Was nicht allzu schlimm ist, da wir uns sehr viel in Dur und Moll bewegen.

Bei Kirchentonarten sind die Handgesten keine Hilfe. Dort also einfach vergessen. Ist aber nicht Inhalt dieses Kurses.

Lernen und Hirnforschung: Vortrag von Prof. Dr. Manfred Spitzer

zum YouTube-Video "Wie lernen Kinder? Neues aus der Gehirnforschung"
Prof. Dr. Manfred Spitzer referiert über Lernen und Gehirnforschung.

Warum drei Durakkorde? Das Darth-Vader-Problem ...

Warum drei Durakkorde lernen? Wir kennen doch mit do mi so bereits einen?

Das hat mit dem "Darth-Vader-Problem" zu tun ...

Zum YouTube-Video "3.03 Das Darth-Vader-Problem" 

Was lernen wir daraus?
Es gibt sieben Stufendreiklänge, drei davon in Dur, drei in Moll.
Bei einem Durdreiklang besteht die Chance 1:3, dass es sich um den Tonikadreiklang do mi so handelt.

Wenn Sie die Solmisation brauchen, um Stücke hörend zu erkennen, sollten Sie unbedingt die Stufendreiklänge üben, denn diese werden Ihnen ständig begegnen.
Nächste Woche werden wir noch mehr Kadenzen singen.

 

Melodie raushören, wie geht das?

Ein Zweck der Solmisation ist es, sich unbekannte Melodien raushören zu können. Aber wie geht das?

Bei sehr einfachen Kinderliedern à la Hopp, hopp, hopp oder Alle meine Entchen kommt man schon mit Bausteine erkennen sehr weit, aber die Voraussetzung zum Unbekannte Melodien raushören ist eigentlich, dass man fit ist im Stufen erkennen und schon leidlich frei solmisieren kann, also jede Tonsilbe "ansingen" kann, von wo auch immer.

Erster Schritt: Tonalität klären.
Um die Anfangstonsilbe zu klären, muss die Tonalität klar sein. Diese klären wir, indem wir uns die Melodie einmal vorsummen. Es reicht auch eine Phrase, in der möglichst viele Tonstufen vorkommen. Das ist schon alles. Hält man nun den ersten Ton der Melodie länger aus, stellt sich meist schnell das entsprechende Empfinden ein.
Im Beispiel: mi.
Die meisten Melodien fangen mit der Tonika an. In Dur erwarte ich also do, mi und so, in Moll la, do und mi. Andere Tonsilben wären auch möglich, aber seltener.

Zweiter Schritt: Langsam durchhangeln.
Hat man die erste Tonsilbe gefunden, hangelt man sich langsam von Ton zu tun durch. Ich überprüfe zwischendurch immer wieder, ob ich richtig liege, indem ich von einer Tonstufe zum do singe. Bei fraglichen Tönen halte ich diese so lange aus, bis sich das entsprechende Empfinden einstellt.

Das gewählte Beispiel ist tatsächlich eine etwas ungewöhnliche Melodie. Mein täglich Brot sind Kinderlieder in Dur. Bei diesen bin ich sehr schnell mit der Solmisation.
Im Beispiel muss ich öfters nachprüfen und etwas überlegen. Melodien raushören tue ich eher selten, quartalsweise. Wenn Sie das öfters machen, geht das mit der Zeit immer flotter. Believe it.

Zum YouTube-Video "4.07 Wie raushören?"