Woche 1 - Tag 4

Notation 2

Weitere Beispiele zur Notation. In nächster Zeit werden wir zwar weiterhin die relative Notation verwenden, aber keine Sorge. Wir werden im Verlauf des Kurses den Sprung zur absoluten Notation durchführen. Neugierige können ja schonmal in den Basiskurs "Noten & Solmisation" spicken.
Die Änderungen, die in der Notation nötig sind (Notenschlüssel, Tonartvorzeichnung), zeigen uns nur, wo in den Noten und auf dem Instrument das "do" ist. 
Da ich hier die gesamte Gitarrre nutzen möchte und wir in der Solmisation zunächst viele Wiederholungen in verschiedenen Tönhöhen brauchen, belasse ich es bei der relativen Notation und Sie pflügen sich kreuz und quer über das Grifbrett.

Zum YouTube-Video "Notation 2"

Beispiele

Es folgen alle bisherigen Übungen, Bausteine. Sie sind relativ notiert. Sie können Sie also spielen und singen, wo sie mögen.

Für Gitarristen:
Gerne jede Zeile überall spielen. Start 6. Saite 2. Bund und dann jeweils ein Bund erhöhen. Wenn Sie ab-jetzt-eine-Oktave-tiefer-singen draufhaben gerne bis Saite 2 durchspielen. 
Mitsingen ist wichtig um die Tonsilben zu verankern. Will sagen: Wer nicht laut singt, sondern nur Gitarre spielt, macht etwas wesentliches falsch.

Ohne Gitarre:
Jede Zeile mit Handzeichen 10 bis 15 mal singen, um die Tonsilben zu verankern.

Mir ist klar, dass Sie bereits nach dem zweiten durchspieln und -singen sagen werden: "Warum noch zehn Mal ich hab's doch kapiert?"
Sie haben es zwar kapiert, aber die Tonsilben haben Sie noch nicht verinnerlicht.
Sie wissen wo das mi auf der Gitarre ist, wie es im Notenbild aussieht, Sie kennen die Handgeste. Das reicht aber noch nicht.
Das mi muss erst hunderte Male im Zusammenhang gesungen sein, um im Gehirn ein Netzwerk aus Tonsilben anzulegen.
Erst wenn das gelungen ist, können Sie das mi "empfinden" und vom "so" unterscheiden.

Natürlich hätte ich in jeder Zeile das gleiche do nehmen können. Muss aber nicht;-)

Warum lautes Singen und viele Wiederholungen wichtig sind, erkläre ich dann mal in einem Extravideo. Es hat etwas mit unserem Gehirn und den hirnorganischen Prozessen beim Lernen zu tun.