Lektion 7: Aufgaben

Hier finden Sie drei Seiten mit Notenbeispielen. Es handelt sich um ein sehr bekanntes Kirchenlied "Lobe den Herren". Wegen der Länge habe ich das Lied geteilt und behandle jeden Teil als eigenständiges Lied.
Der erste Teil startet auf dem Grundton, der zweite ... nicht. Beide Teile enden aber mit dem Grundton.

Hilfen:

  • Alle sechs Kirchentonarten kommen vor, lokrisch nicht.
  • Jede Zeile ist eine neue Aufgabe, achten Sie auf die Tonartvorzeichnung.
  • Ionisch und aeolisch können auch vorkommen.
  • Jede Zeile endet auf dem Grundton.
  • Nur die Hälfte startet auch auf dem Grundton.

Wie vorgehen?

  1. Mittels Tonartvorzeichnung Lage der Tonsilben bestimmen.
  2. Grundton klären. Hier: Immer der Schlusston.
  3. Gibt es Alterationen?
    Nein. Dann wird die Kirchentonart über die Tonsilbe des Grundtons bestimmt. z.B. re = dorisch.
    Ja. Dann ist der Grundton do oder la und die Kirchentonart wird über die typische Alteration bestimmt.
    • do plus fi = lydisch. do plus tu = mixolydisch.
    • la plus fi = dorisch. la plus tu = phrygisch. 

Singen?

Ja, gute Idee. Machen. Lösungsblatt. Versuchen Sie es, ohne die Tonsilben darunterzuschreiben.
Die Originalversion hören Sie nur, wenn sie die ionische Version singen.
Alle anderen Versionen klingen mehr oder weniger fremd.

  • Wenn Sie Tonsilben festigen wollen, singen Sie die Versionen ohne Alteration.
  • Wenn Sie Alterationen festigen wollen und die Unterschiede zu Dur und Moll erfahren wollen, dann singen Sie die Versionen mit Alteration.
  • Am besten: Singen was kommt.

Starten Sie zunächst immer auf dem gleichen angenehmen Anfangston.

Viel Spaß, das ist eine interessante Übung ...

... und eine schöne Anregung. Probieren Sie es mit einem Lied, dass Sie gut kennen und übersetzen Sie es in andere Tonarten. Einzige Voraussetzung: Es sollten alle sieben Tonstufen vorkommen.
Ein Beispiel: "Kuckuck ruft's aus dem Wald" ist ein Lied im Fünftonraum, enthält nur die Tonsilben do bis so (fünfte Stufe).
Die alterierten Tonstufen in mixolydisch (Septime) und dorisch (Sexte) kommen im Lied gar nicht vor.

Hören?

Ich habe Ihnen hier das Lied in allen sieben Kirchentonarten aufgenommen.

Lobe den Herren in ...

Lokrisch ist weit weg vom Original. Vielleicht ist es damit verständlich, dass man auf lokrisch in der Praxis des Kirchenliedes gerne verzichtet. Alle anderen Tonarten geben Dur oder Moll eine etwas andere Färbung. Lokrisch hingegen ist sehr seltsam.

Grundton la/do ist immer Es.

Die Tonqualität ist solala, ich habe die Beispiele auf die Schnelle aufgenommen.